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Frühjahr mit Katz und Hund

 

Der Frühling kam und mit ihm das zarte Grün an den Büschen und Bäumen. Im Garten wagten sich die Blumen aus der Erde. Osterglocken in intensivem gelb, rot und gelb leuchtende Tulpen entfalteten ihre Blütenkelche. Die Rosenstöcke hatten zarte, hellgrüne Blätter und die Rosenknospen wurden immer dicker um sich bald zu öffnen.

 

An der Hauswand wächst wilder Wein. Die langen Ranken mit großen, gezackten Blättern kleben ihre kleinen Saugnäpfe an die Mauer um Halt zu haben und hoch klettern zu können. Daneben wächst das Efeu, ein Kletterkünstler, der auch im Winter seine Blätter behält und im Frühjahr mit großer Kraft austreibt und die Mauern mit sattem Grün überzieht. Ein Rank Gewächs, das Blauregen heißt, schlängelt sich an einer Rank Hilfe aus Holz am Haus empor. Die zarten Blätter entfalten sich in hellem Grün und es bilden sich Rispen ähnliche, lange Blütengebilde in intensivem Blau.

 

Der Brombeerbusch ist eine Kreuzung, denn er hat keine Stacheln und seine Früchte werden sehr groß, fast schwarz und schmecken süß und fruchtig. Dieses Gewächs fasziniert mich jedes Jahr aufs Neue, seine einzelnen Triebe ragen fast zwei Meter in die Höhe. Sie bilden starke seitliche Triebe, die schon recht früh Blüten entwickeln, nämlich von Mai bis August und Früchte tragen bis in den November. Der Strauch bildet unterirdische Triebe, die sich ausbreitet und neue Büsche an anderen Stellen aus der Erde wachsen lassen. Ab Ende Mai kann man diese wunderbaren Früchte ernten und genießen. Selbst gemachter Brombeergelee ist absolut köstlich und ich esse ihn sehr gerne.

 

Neben dem Gartenhaus steht ein sehr alter, fast 15 Meter hoher Kirschbaum, der überragt nicht nur unser Haus, sondern auch die kleine Kapelle, die auf dem Nachbargrundstück steht. Während der Blütezeit bietet der Kirschbaum einen prächtigen Anblick. Die kleinen, zartrosa Kirschblüten sind so üppig, das der ganze Baum weiß erscheint. Es schwirrt, summt und zwitschert im Baum, die Bienen und die Vögel sind begeistert und holen sich den Nektar um ihn zu trinken und um diesen in die Bienenstöcke zu tragen. Ab Juni werden die Kirschen reif, die roten Kugeln im grünen Baum locken die Vögel zur Mahlzeit und auch die Kinder klettern in den Baum um sich die Kirschen zu holen. Die Kirschernte gestaltet sich allerdings schwierig, denn man braucht eine lange Leiter und muss dann hoch in den Baum klettern und an die Kirschen zu kommen. Die Kirschen schmecken ausgezeichnet, viel besser als die gekauften, denn man weiß woher sie kommen und wie mühsam man sie geerntet hat. Ein selbstgemachter Kirschkuchen mit Sahne, genossen im Garten unter dem Kirschbaum ist immer wieder ein köstliches Erlebnis.

 

Ein alter Apfelbaum steht ein Stück entfernt. Er ist nicht sehr hoch und zweigeteilt. Dem jungen Baum wurde ein Trieb einer anderen Apfelsorte aufgepfropft, so das jetzt zwei verschiedene Apfelsorten auf einem Baum wachsen. Die eine Sorte ist frisch und süß, die andere eher fest, leicht säuerlich und kleiner. Es ist toll zu sehen, wie sich aus den zarten Apfelblüten im Laufe der Monate erst kleine, grüne und dann gelb - rot - grüne dicke Äpfel entwickeln. Zur Erntezeit mache ich dann Apfelkuchen, immer mehrere Bleche auf einmal, damit es sich lohnt und die ganze Familie sich satt essen kann. Was übrig bleibt wird eingefroren. Die meisten Äpfel koche ich ein als Apfelkompott, so dass wir lange davon essen können.

 

Ich liebe den Sommer und den Garten, Teakholzliegen werden aufgestellt und ein großer Tisch mit vielen Stühlen. Der Gartengrill steht bereit und da wir gerne grillen, wird er auch oft genutzt.

 

Schon am Morgen gehe ich mit einer großen Tasse Kaffee in den Garten, setzt mich auf die Liege und genieße das Grün, die Sonne und den blauen Himmel. Wolken die vorbeiziehen, sind so unterschiedlich und vielfältig, dass ich aus dem Staunen nicht mehr rauskomme. Von den Schleier Wölkchen, die zart und scheinbar zerrissen dahin ziehen über die dicken, rein weißen Kumuluswolken, die aussehen wie dicke Wattehügel in die man sich reinwerfen möchte, bis hin zu grauen Streifen am Horizont, ist oft alles auf einmal vertreten.

Wenn ein leichter Wind weht, lässt er die Blätter rauschen und die dünnen Äste biegen sich unter der Blätterlast.

 

Meine Katzen spielen Fangen und rasen durch die Wiese. Die eine Katze klettert in den Apfelbaum und ihr Verfolger hinterher bis in die Baumspitze. Nach kurzem Gerangel machen sie kehrt und runter geht’s vom Baum und durch die Wiese. Andere Katzen erklimmen den Kirschbaum, klettern über die Äste um von dort auf das Dach des Gartenhauses zu springen. Manchmal finden sie dann nicht mehr den Weg zurück auf den Kirschbaum und miauen jämmerlich und mitleiderregend. Allerdings ist es auch schon passiert, das ich auf das Gejammer reingefallen bin und sie retten wollte. Als ich die Leiter geholt hatte und hochgeklettert war, sind die ach so armen Katzen auf der anderen Seite vom Dach runter gesprungen ins Gras, um mir zu zeigen das sie auch alleine wieder runterkommen.

 

Mein Doggen Mädchen Cleo findet das auch ganz toll, sie tobt am liebsten mit ihrem schwarzen Bruder Chello. Doggen Spiele sind schon einmalig, wenn diese Giganten sich auf die Hinterpfoten stellen und miteinander, mit fletschenden Zähnen und aufgerissenen Mäulern kämpfen, sieht das sehr gefährlich aus. Wenn sie knurren, bellen und aufeinander losgehen, könnte man denken, sie meinen es ernst. Vor allem wenn sich dann der Doggen Rüde seiner Schwester unterwirft, sich auf den Rücken legt, alle vier Beine in die Luft gestreckt, sieht das aus als würde Cleo ihn gleich zerfleischen wollen. Aber obwohl sie so wild sind, haben sie sich noch nie gegenseitig verletzt. Es ist aber schon passiert, dass die Beiden nicht aufgepasst haben beim Toben und plötzlich lag ich in der Wiese, weil sie mich umgerannt haben. Die beiden Doggen waren ganz verwundert und kamen zu mir, um mich ab zu lecken, weil sie dachten das wäre ein neues Spiel mit Frauchen im Gras liegend. Ich habe mich vor Lachen gekrümmt und das hat die Beiden noch mehr animiert, mir ihre nassen Doggen Nasen ins Gesicht zu drücken. Es ist schon toll mit unseren Sabbermonstern zu spielen.

Sobald sich am Gartenzaun was rührt, rennen sie laut bellend hin, um allen mitzuteilen „Vorsicht, hier wachen wir“. Vor allem böse kleine Dackel müssen angebellt werden oder alte Leute werden erschreckt, oder Mamis mit Kindern. Das ist mir sehr unangenehm und deshalb pfeife ich sie zurück. Cleo legt sich dann neben meine Liege, bis zu nächsten Aktion.

 

Meine Katzenkinder lieben den Garten über alles. Über zwei Katzenaufgänge können sie jederzeit hoch auf den Balkon zur Wohnung oder runter in den Garten. Sobald ich auf der Gartenliege bin, kommen sie und legen sich zu mir. Wenn auf mir oder auf der Liege kein Platz mehr ist, legen sie sich unter oder neben die Liege. Sobald eine andere Katze vorbei kommt geht’s weiter mit den Katzenspielen, sich fangen, oder ärgern, anfauchen oder auch mit der Pfote zuschlagen gehört alles dazu. Ebenso ein jämmerliches Geschrei, wenn sich eine bedroht fühlt, oder einer der frechen, großen Kater zu aufdringlich wird. Im Schatten unter den Bäumen und Büschen ist es besonders an heißen Tagen super, denn da ist es dann kühl und angenehm, genau richtig um eine ausgiebiges Schläfchen zu machen.

 

Immer wieder fangen die Maine Coons Mäuse und bringen die ins Katzenzimmer, damit ich auch sehe wie fleißig sie waren und dass sie einen guten Job machen. Allerdings fangen sie auch Vögel und eine junge Taube haben sie auch schon erlegt. Das Katzenzimmer war danach übersät mit Taubenfedern in allen Größen und von der Taube gab es keine Spur, die hatte ihnen offensichtlich geschmeckt. Die Katzen folgen ihren natürlichen Trieben und ihrem Instinkt und lassen sich auch von den Menschen nicht davon abbringen, es sei denn, er sperrt sie ein. Deshalb finde ich es so wichtig für das seelische Wohlergehen der Katzen, dass sie die Möglichkeit haben sich ihrer Natur entsprechend zu verhalten. Trotzdem sind meine Maine Coons sehr Menschen bezogen und lieben es gestreichelt zu werden und schnurren dann wie die Weltmeister.