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Funny´s Hochzeit

Die Deutsche Dogge Funny vom Straufhainblick ist geboren am 15.06.2003.
Sie ist eine Deutsche Doggen Hündin in der Farbe Blau, mit weißem Abzeichen. Ihre Schulterhöhe ist 82 cm, ihr Gewicht ca. 74 kg, (Taille 70 cm, Brustumfang 92 cm – das sind echte Modelmasse).

Funny vom Straufhainblick und Ben vom Cabella Hof haben sich im Garten von Bens Zuhause kennengelernt, miteinander gespielt und sie haben sich angefreundet. Ben ist lebhaft und interessiert, Funny eher zurückhaltend und, na ja, sie wusste nicht so richtig was sie von diesem stürmischen, schönen, schwarzen Burschen halten sollte. Das Frauchen von Funny war begeistert und beeindruckt von Ben, sie hat ihn dauernd gestreichelt und abgeschmust. 
Ben ist ein richtiger Schmuser, Bussi geben und Funny ab schnuppern, überall da wo es gut riecht, fand er richtig toll. Funny kam aus dem Staunen nicht mehr raus, denn das hatte sie noch nicht erlebt und sie war sehr geschmeichelt!

Auch das Beinchen ist nicht schlecht, riecht gut und interessant. Ja, Ben hat Fanny zum anbeißen gerne. Funny findet es gut und schnuppert Ben ab, erst vorsichtig und als sie merkt, dass Ben ihr nichts tut, wird sie mutiger und schnuppert bei ihm auch mal hinten rum. Die Beiden konnten sich richtig austoben und das war prima. Also Funny fand das Spielen, Schnuppern und Schmusen klasse und wenn sie läufig wird, werden die Beiden sicher Spaß haben beim dem Liebesspiel.

Nach ein paar Monaten war es soweit, Funny ist läufig und es ist die richtige Zeit für das Treffen mit Ben. Wir fahren zu Ben nach Hause und lassen die Beiden im Garten spielen. Nun kann der Hochzeitstanz von Funny und Ben beginnen. Ben ist sehr aufgeregt und hüpft um Funny herum. Er ermuntert Funny und fordert sie auf, mit ihm zu spielen. Er will sich ihr nähern, aber Funny mag noch nicht so recht. Ben ist unermüdlich, Funny läuft durch den Garten, Ben hinterher, wenn er ihr zu nahekommt, dreht sie sich um und wehrt ihn ab. Das geht so eine Stunde, Ben ist so aufgeregt, dass er inzwischen hechelt. Es ist Zeit für eine Pause, Ben wird ins Haus gebracht und Funny darf sich im Auto ausruhen. Wir gehen ins Haus und trinken einen Kaffee mit Bens Futterträgern.
Nach einer weiteren Stunde dürfen Ben und Funny wieder zusammen in den Garten. Das Spiel begann von vorn, rennen, schnuppern und abwehren usw. Als der richtige Zeitpunkt da war, haben sie sich gepaart. Für beide war es das erste Mal und alles war richtig prima. Ben ist ein super sensibler Bursche, rücksichtsvoll und trotzdem beharrlich hat er sich Funny genähert und war erfolgreich. Es ist toll zu sehen wie die Beiden ihren Instinkten folgen und tun was sie tun wollen und müssen als Doggen Liebespaar.


Nach diesem anstrengenden Liebesakt brauchten Beide eine Verschnaufpause. Sie stehen vor der Pool und schaun ins Wasser, es schaut so aus, als würde Ben Funny zum Schwimmen einladen. Aber sie wollte nicht, weil sie keinen Bikini dabei hatte.
Am nächsten Tag hat Ben mit seinen Menschen Funny zu Hause besucht. Das war eine große Freude und beide sind erst mal durch den Garten gejagt. Es folgten Doggen Spiele, aneinander hochspringen, um die Bäume rennen um sich zu jagen, zu fangen und umzuschubsen. Es hatte doch glatt nochmal geschneit, obwohl wir dachten der Winter sei vorbei. Ja und es dauerte nicht lange, da verschwanden beide mal hinter den Tannen und siehe da, es passierte ein zweites Mal. Wir sind zu den Beiden gegangen um sie zu beruhigen und zu streicheln, denn wenn der Rüde in der Hündin verknotet hat, stehen die beiden zwanzig bis dreißig Minuten aneinander gefesselt da und müssen warten bis sie sich lösen können

Hier der Bericht des Doggen Rüden - Ben vom Cabella Hof

Ich muss das jetzt loswerden, ich hatte Damenbesuch - Funny vom Straufhainblick. Also das war so, mein Herrchen hat ein Mail vom Frauchen von der Funny bekommen. Er hat gleich angerufen und es wurde ein Termin ausgemacht, einen Tag vor der Ausstellung in Zagreb. Zuerst sind Frauchen und Herrchen von der Funny hereingekommen und ich habe sie ordentlich begrüßt, die rochen schon so gut. Dann haben die beiden Funny geholt, die ein bisschen ängstlich war. Ich habe das sofort gesehen und hab Funny dauernd zum Spielen aufgefordert, natürlich haben meine Hormone verrückt gespielt und ich hätte schon große Lust gehabt. Aber als Gentleman habe ich ihr Zeit gelassen. Funny ist dann auch aufgetaut und hat mir nicht mehr die Zähne gezeigt. Wir haben uns dann gut riechen können, sehr zur Freude der Zweibeiner. Also ich denke, das schaut nicht schlecht für mich aus. Die Zweibeiner tun dauernd Informationen austauschen und ich bin in Lauerstellung. Werden von der weiteren Entwicklung berichten.

 

17.3.2008 Hochzeit „die Erste“

Meine Angebetete Funny kam zu mir. Sie roch wunderbar, meine Zweibeiner haben auch noch die Klara Bellas eingeladen, damit die uns helfen können, falls etwas schiefläuft. Also ich sehe die Funny und stürme auf sie los, was ich zu tun habe ist mir grundsätzlich klar. Der Gerhard hat mir am Vorabend das Kamasutra erklärt. Ich rauf und probiere mal mein Glück, irgendwie funktioniert das aber nicht so wie im Kamasutra beschrieben. Und ich mache weiter und weiter und weiter,3 Stunden später — es läuft aber nicht richtig. Ratlosigkeit bei den Zweibeinern. Alle möglichen Tricks mit Helfen, sind nicht mit Erfolg gekrönt. Da die Idee, wir sollten noch mal einen Progesteron Test machen. Also Funny ins Auto auf zum befreundeten Tierarzt von den Klara Bellas. Auskunft nach ca. einer Stunde — Funny ist kurz davor. Also ich wieder ran, aber ich kann mich nicht halten. 19:00 Uhr abends Abbruch. Ja 5 Stunden auf zwei Beinen......ich habe geschlafen wie ein Pferd.

Hochzeit „die Zweite“ 18.3.2008
Dieses Mal schaut es besser aus, Funny fordert mich auf - ich gebe mein bestes. Aber leider Nein — es klappt nicht. Nach zwei Stunden gehen die Zweibeiner ins Haus und lassen uns alleine -
Endlich - Na das geht doch - ich habe verknotet und bin dann gleich von der Funny gestiegen und habe mich alleine! Ja ganz alleine bin ich runter, habe mich umgedreht, also das Bein über die Funny und dann sind wir so Popscherl an Popscherl gestanden und haben uns ausgeruht. Der Gerhard und das Frauerl von der Funny sind dann zu uns hin, haben sich sehr gefreut und uns gestreichelt. Ca. 20 Minuten sind wir gehangen und dann ist die Funny gleich ins Auto gegangen, damit Sie sich hinlegt.
Vor Zeugen, wir haben das ganz alleine hinbekommen. Wer braucht denn Zweibeiner dafür!

Hochzeit „die Dritte“ 19.3.2008
Nach dem Motto „sicher ist sicher“, sind meine Zweibeiner mit mir zur Funny gefahren. Es heißt zwar, dass Rüden in ihrem eigenen Reich besser decken als in der Fremde, aber probieren geht über Studieren. Meine Zweibeiner wollten, so glaube ich mal das zu Hause von der Fanny sehen und mir war das nur recht. Also bei der Funny ist es ur super, kein Zwinger, Funny lebt im Haus und da leben noch eine 14-jährige Hündin und zwei Katzen. Der Garten ist der Hammer, riesengroß, da bin ich gleich mit der Funny herumgetobt, der Nachbarshund war mir eh wurscht, na und was Schönes haben wir auch gleich gemacht, Verknotet und wie es sich gehört gleich runter. 30 Minuten wieder so dagestanden und dann habm‘s ma die Fanny weggegeben. Ich habe sie gesucht, denn ich hätte sicher ……, aber es muss auch einmal vorbei sein.
Also konnte ich nur mit meinem Herrchen spielen. Ich bin schon sooooo gespannt ob es geklappt hat, wir beide haben unser Bestes gegeben, der Rest ist Natur.

Kommentar des Schreibers: Wenn man einen Deck Akt noch nicht erlebt hat, dann hat man echt was versäumt, die Emotionen sind überwältigend — Mutter Natur ist fantastisch. Und ich kann als Zeuge gehen, die beiden haben das wirklich alleine geschafft und für beide war es das erste Mal.
Auch in der Fremde hat Ben das getan, was ihm die Natur vorgibt. Kein Zwang ist so stark wie die Natur selbst. Die Hündin zeigt dem Rüden, wenn es passt.

 
 
 
Letizia Raufenstein
Juni 2008
 


 

 

Nero und der Pilot 

Nero, unser schwarzer Schäferhund, ist ein richtiges Schmuse- und Kuscheltier. Er ist lieb zu allen Zeibeinern und würde nie einem Menschenkind etwas antun. Aber er hatte auch eine andere Seite.

Er freute sich immer über das offene Gartentor, denn dann konnte er raus rennen, wenn einer der Nachbarn mit seinem Hund Gassi ging und mit den anderen Hunden Streit anfangen. Ein altes Ehepaar, das schräg gegenüber wohnte, traute sich deshalb nur mit einem langen Stock auf die Straße, denn sie hatten Angst um ihren kleinen Dackel, zu Recht.

Ein anderer Nachbar, Pilot im Ruhestand, hatte eine kleinen, weißen Westi, der sehr süß aussah und bestimmt auch lieb war, aber auch ein fürchterlichen Kläffer. Auf den hatte es Nero besonders abgesehen.

Einmal, als das Tor offen war und der Pilot mit Westi vorbeikam, schoss Nero auf die Straße und rannte zu seinem kleinen weißen Feind. Dem Herrchen gelang es gerade noch seinen Liebling über den Kopf hoch zu heben um ihn vor dem bösen Schäferhund zu retten. Allerdings flog er bei dieser Aktion in die Hecke des Nachbarn. Als ich das Gebell und Geschrei hörte, rannte ich auf die Straße, um Nero einzufangen. Das war nicht schwierig, denn er war so damit beschäftigt an dem Pilot hoch zu springen, das er nicht weg lief und ich ihn am Halsband wegziehen konnte. Dazu musste ich allerdings meine ganze Kraft einsetzen, denn wer Schäferhunde kennt, weiß welche Kraft sie haben. Ich entschuldigte mich für das schlechte Benehmen meines Hundes und zog ihn in den Garten. Wutschnaubend gingen Herrchen und Westi nach Hause. Ein paar Stunden später klingelte der Westi Besitzer und teilte mir mit, dass seine schicke, teure Lederjacke ein Loch habe und er mir die Rechnung bringen würde. Das war kein Problem für mich, die Hundehaftpflicht Versicherung würde den Schaden übernehmen, konnte ich ihn beruhigen.


Aber mir waren solche Vorfälle sehr unangenehm. Ich lebte immer in der Angst, das wieder was passieren könnte und bat Carl, meinen Mann,  jedes Mal wieder, auf das Gartentor zu achten und es unbedingt zu schließen, aber leider vergeblich. Mir war nicht klar, war das Absicht, Rücksichtslosigkeit oder war er einfach nur so verplant das er es nicht merkte. Wenn ich ihn darauf ansprach, kam bestenfalls die Aussage „Habe ich nicht drauf geachtet“.

 

Bei einem weiteren Vorfall mit dem Westi war ich mit Nero  mit dem Fahrrad unterwegs. Ich fuhr und hatte Nero an der Leine, das funktionierte prima und Nero lief aufmerksam neben mir. Die Nachbarin – die Frau des Piloten – öffnete die Haustüre in dem Moment als wir vor ihrem Haus waren und zwischen ihren Beinen rannte der laut kläffende Westi raus auf die Straße, in unsere Richtung. Ich sah die Katastrophe kommen, sprang von meinem Rad, das hielt ich mit einer Hand am Lenker fest. Meinen Hund hielt ich mit der anderen Hand ganz fest an der Leine, denn mir war klar was jetzt kommen würde. Der todesmutige Westi sprang, immer noch bellend, meinem Hund ins Maul. Die Frau in der Haustüre schrie, ihr Mann rannte mit nacktem Oberkörper und ohne Schuhe aus dem Haus zum Unglücksort. Ich lag mittlerweile auf dem Fahrrad und hielt mit beiden Händen meinen Nero fest, der an der Leine zerrte. Der Westi jaulte und quietschte in Todesangst, denn er war gefangen im Schäferhundemaul. Der Pilot a.D. warf sich auf meinen Hund und schlug auf ihn ein. Er schrie dabei laut und versuchte seinen Westi aus dem Hundemaul zu befreien. Nach einer gefühlten Ewigkeit machte Nero sein Maul auf, der Westi fiel auf seine Pfoten und rannte laut heulend an seinem Frauchen vorbei ins Haus.
Der Pilot war völlig fertig, schnaufte und schrie mich an, dass es für mich noch Folgen haben würde. Ich befreite mich von meinem Fahrrad und stand endlich wieder und man kann es kaum glauben, ich hatte die Hundeleine noch immer in der Hand und mein Hund saß neben mir, als wäre nichts gewesen. Ich hätte jetzt eigentlich eine Entschuldigung vom Piloten erwartet, denn er hatte ja seinen Hund raus gelassen und der war auf meinen Schäferhund losgegangen. Das sagte ich ihm auch, aber der war so fertig, dass er nur noch abwinkte.

Nach ein paar Tagen erkundigte ich mich nach dem Befinden des Westi und erfuhr, dass die Tierarztrechnung doch erheblich war. Der kleine Kläffer er hatte wohl ein paar Löcher in seinem weißen Fell, aber sonst ginge es ihm gut. Der Pilot hatte wohl auch eingesehen, dass ich an diesem Hundecrash unschuldig war, äußerte sich aber nicht weiter zu dem Vorfall.

 

Letizia Raufenstein